„Wir wollen Polen in seinem Facettenreichtum wahrnehmen“ – Rat der EKD bricht zu Delegationsreise auf

Begegnungen mit ökumenischen Partnern, Gedenken und die Situation in Belarus und der Ukraine stehen auf dem Programm

Vom 4. bis 8. März reist eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung der Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs, nach Polen. „Das vielfältige Programm spiegelt die reichen Beziehungen wider, die wir als EKD zu Polen haben. Diese Vielfalt wollen wir in den Blick nehmen und einer verengten Perspektive auf Osteuropa entgegentreten“, so Bischöfin Fehrs.

„Die Reise gibt uns die Gelegenheit, mit unseren Partnerkirchen und ökumenischen Freunden vor Ort ins Gespräch zu kommen und mehr über aktuelle Themen und Herausforderungen zu erfahren.“ Geplant sind unter anderem Begegnungen mit der Lutherischen Kirche Polens, dem Polnischen Ökumenischen Rat und der Jüdischen Gemeinde Krakau.

Die Situation in der Ukraine und Belarus wird dabei eine wichtige Rolle spielen. „Wir werden sowohl die religiöse und politische Situation in der Ukraine im Gespräch mit akademischen Partnern aus der Ukraine als auch die Begleitung ukrainischer Flüchtlinge in Polen im Gespräch mit der polnischen Diakonie thematisieren“, so Fehrs. Geplant ist auch ein Termin mit christlichen Oppositionellen aus Belarus.

Einen wichtigen Platz nimmt das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialistischen Deutschland in Polen ein. Am Freitag wird die Delegation gemeinsam mit dem Polnischen Ökumenischen Rat und der Polnischen Lutherischen Kirche die Gedenkstätte Auschwitz besuchen und einen Kranz niederlegen. Fehrs erinnert: „Die damalige deutsche Evangelische Kirche hat in der NS-Zeit große Schuld auf sich geladen, auch gegenüber den Vertretern der Kirchen in Polen. Zugleich gehörten die EKD und der Polnische Ökumenische Rat seit den 1960er Jahren zu den ersten Stimmen, die für Versöhnung zwischen Deutschen und Polen eintraten. Gerade deshalb ist dieses gemeinsame Innehalten und Gedenken so wichtig.“

Der Rat der EKD setzt sich aus 15 Theolog*innen und Nicht-Theolog*innen zusammen. Er ist neben der Synode und der Kirchenkonferenz eines der Leitungsorgane der EKD und vertritt diese in der Öffentlichkeit, indem er unter anderem zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen Stellung nimmt.

Die Delegation besteht aus: Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs, Präses Anna-Nicole Heinrich, Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber, Michel Diener, Michael Domsgen, Josephine Teske, Bischof Christian Stäblein und Anna von Notz.

Für Anfragen während des Besuchs wenden Sie sich bitte an Lisa Schaube, lisa.schaube@ekd.de.

Hannover, 28. Februar 2025

Pressestelle der EKD
Lisa Schaube